Autogramme (und Artefakte) erzählen Geschichte

25 Jahre Fall der Mauer

PK-25-Jahre-MauerfallÖkumenischer Gottesdienst zum „25. Jahrestages der Friedlichen Revolution“ mit Ausstellung „Geteilt – Vereint – Mit Gottes Hilfe“

Am 9. November 2014 jährte sich der 25. Jahrestag eines “Wunder biblischen Ausmaßes”, nämlich der Fall der Mauer in Berlin und die Öffnung der innerdeutschen Grenzen. Der Öffnung der Grenze und der Wiedervereinigung der Deutschen aus West und Ost war eine Friedliche Revolution vorausgegangen – die aus der Kirche kam!

Die Evangelische Kirchengemeinde Mottgers-Weichersbach-Schwarzenfels hat zusammen mit der Freien Evangelischen Gemeinde Weichersbach diesen Jubiläumstag besonders gewürdigt. Neben einem ökumenischen Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Weichersbach wurde von Erhard Belz eine Ausstellung “1989/90 – Geteilt – Vereint – Mit Gottes Hilfe” im Kirchenanbau präsentiert. Gezeigt wurden u.a. Exponate, Autogramme, Fotos, Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, die das historische Ereignis in Erinnerung brachten. In einer Postkartenaktion „Wo warst du als die Mauer fiel“ könnten zudem die Bürger ihre Erinnerungen an diesen denkwürdigen Tag mitteilen.

Seit 1981/82 hatte sich die “offene Kirche für alle” den Menschen in der DDR angenommen. Friedensdekaden, Friedensgebete (“Schwerter zu Flugscharen”) und Montagsdemonstrationen (“Keine Gewalt”) waren Ausgangspunkt der ersten unblutigen Revolution in Deutschland. Bei einer Demonstration am 7. Oktober in Ost-Berlin und in der DDR mit rund 10.000 Teilnehmern wurden über 1.000 Bürger verhaftet und die DDR-„Sicherheitsorgane“ gingen brutal vor. Eine Großdemonstration am 9. Oktober 1989 in Leipzig mit rund 70.000 friedlichen Teilnehmern („Wir sind das Volk“) brachte dann den Durchbruch und leitete das Ende der DDR ein. Am 3. Oktober 1990 schließlich erfolgte die Wiedervereinigung Deutschlands („Wir sind ein Volk“).