Autogramme (und Artefakte) erzählen Geschichte

Mauer und Macht

„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu entrichten.“

schumann

Conrad Schumann springt als erster Volksarmist der DDR am 15.8.1961 an der Bernauer Straße über den Stacheldraht in den Westteil Berlins.

Am 13. August 1961 wurde in Berlin „dicht gemacht“. Mit dem Bau der Mauer mitten durch die Stadt wurde der Westteil vom Ostteil abgeriegelt. Spektakuläre und dramatische Szenen spielten sich ab, u.a. in der Bernauer Straße wo Menschen aus den Häusern im Ostteil auf die Bürgersteige  im Westen sprangen. Am 15. Juni 1961 hatte Walter Ulbricht, Vorsitzender des Staatsrates der DDR, in Ost-Berlin noch auf einer internationalen Pressekonferenz verkündet: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“

„Wer zu spät kommt, den betraft das Leben.“

honeckerNach der Entmachtung von Ulbricht durch Erich Honecker (mit sowjetischer Unterstützung) wurde der gebürtige Saarländer Generalsekretär des ZK der SED und alleiniger Machthaber im Arbeiter- und Bauernstaat. Die Stimmen des Volkes hörte er nie. Auch die Botschaft des Generalsekretärs des ZK der Sowjetunion will er nicht wahrnehmen: „Wer zu spät kommt, den betraft das Leben.“

Diese Worte fielen am 7. Oktober 1989 in Ost-Berlin anlässlich des 40. Jahrestages der DDR. Zwei Wochen nach der pompösen Jubelfeier wurde Honecker von seinen eigenen Genossen entmachtet, allen voran sein Ziehkind Egon Krenz. Der neue Generalsekretär Krenz versprach den Bürgern eine „Wende“. Doch die meisten wollten die Einheit. Nach kurzem Machtspiel musste auch Krenz abdanken und 1997 sogar für knapp vier Jahre ins Gefängnis gehen – wegen Todschlags an DDR-Grenzflüchtlingen.

krenz-moabit

Freundliche Grüße aus dem Gefängnis

Wiedervereinigung…