Autogramme (und Artefakte) erzählen Geschichte

Apollo 13 Space Flown

James Lovell Kommandokapsel-Sitzfragment

Nach der erfolgreichen Mondlandung von Apollo 11 sollte die dritte Mondlandemission Apollo 13 (Start: 11.04.1970) das Fra-Mauro-Hochland erkunden. Die drei Astronauten Fred Haise (Pilot Mondlandefähre), Jack Swigert (Pilot Kommandomodul) und James Lovell (Kommandant) mussten allerdings wegen einer Explosion im Servicemodul ihre Mission abbrechen. Nur mit viel Glück, einem guten Team auf der Erde und viel Improvisationsgeschick an Bord des beschädigten Raumschiffes gelang nach einer Mondumrundung die glückliche Heimkehr am 17. April 1970. Dieser Apolloflug war übrigens der einzige, der vorzeitig abgebrochen werden musste.

Der Hollywood Blockbuster „Apollo 13“ mit Tom Hanks in der Hauptrolle, brachte Mitte der 90er das Weltraum-Drama wieder ins Bewusstsein eines Millionenpublikums.

lovell-sitzNach eingehender Untersuchung der Apollo 13 Kapsel durch die NASA wurde diese, wie die anderen auch, an Museen in den USA übergeben. Apollo 13 „landete“ im „Kansas Cosmosphere and Space Center“ in Hutchinson (Kansas). Dort wurde die Kapsel Ende der 90er Jahre restauriert, nachdem sie in Frankreich über mehrere Jahre einem breiten Publikum gezeigt wurde.

Im Rahmen der Restaurierungsarbeiten wurde James Lovells Kommando-Sitz beschädigt, dann ausgebaut und durch ein Replik ersetzt. Das mit Teflon beschichtete Sitzmaterial wurde in kleine Stücke geschnitten und formschön in Acryl gegossen. Der Verkaufserlös floss in das aufwendige Restaurierungsprogramm des Museums.

Apollo 13-sitz

Sitz des Kommandanten (links), Pilotensitz Kommandomodul (Mitte) und Pilotensitz Mondlandefähre (Foto: NASA)

Einige der Exemplare erhielten ausgewählte Mitarbeiter der Universal Studios und Beteiligte der Filmproduktion „Apollo 13“ für ihre realistische Darstellung eines der größten Weltraum-Dramen in der Raumfahrtgeschichte.