Autogramme (und Artefakte) erzählen Geschichte

Apollo 15

Mondstaub und Mondauto

apollo-15-crewZwei Jahre nachdem Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat, sollte  Apollo 15 lt. NASA das „größte Forschungsvorhaben der Geschichte“ werden.

Apollo 15, mit dem Kommandant David R. Scott, dem Piloten des Mutterschiffs Alfred J. Worden und dem Piloten der Mondfähre James. B. Irwin, startete am 26. Juli 1971 mit der bewährten Saturn-V-Rakete und einer höchst interessanten Fracht.

apollo-15-moondustFünf Tage später landete die Mondfähre in der „Hadley-Rille“ im Apenninen-Gebirge. Zwei Stunden nach der Landung öffnete David Scott die Andockluke der Mondfähre „Falcon“. Im Gegensatz zu den flachen Gebieten bei den vorherigen Missionen, bot sich ihm ein grandioser Blick auf das Bergpanorama. Die Techniker und Geologen im Mission Control in Houston sprangen vor Begeisterung aus ihren Sitzen.

Nur viereinhalb Stunden, nachdem die Astronauten von Houston geweckt wurden – am 31 Juli um die Mittagszeit – betrat Scott und danach Irwin den Mondboden. Ihre erste Aufgabe bestand darin, die mitgebrachte Fracht, nämlich ein Mondauto auszuladen und zusammenzubauen. Das erste Auto auf dem Mond, „Lunar Roving Vehicle“ (LRV) genannt, hatte jedoch seine Macken. Die Vorderlenkung war defekt. So musste das Fahrzeug über die Hinterlenkung genutzt werden, was sich als problemlos erwies. Über ein Auto für den Mond hatte sich übrigens schon der deutsche Raketenforscher und „Vater der Mondrakete Staturn V“, Wernher von Braun, 1954 erste Gedanken gemacht.

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Apollo 15 Fallschirmsegment, signiert von Jim Irwin.

Bei den Einsätzen des Mond-Rovers legten die drei Fahrzeuge der Apollo Missionen 15, 16 und 17 insgesamt 90 Kilometer auf der Mondoberfläche zurück.

Während des Rückflugs zur Erde verließ der Pilot des Raumschiffs Alfred Worden noch das Kommandomodul für einen Weltraumspaziergang (EVA), um Film- und Datenbänder aus dem Versorgungsmoduls zu bergen.

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(Foto: NASA)

Am 7. August landete Apollo 15 sicher im Pazifik, obwohl sich einer der Fallschirme nicht öffnete. Die Mannschaft brachte bei dieser Mission 76,8 kg Mondgestein mit; der Mond-Rover steht noch heute auf dem Mond.