Autogramme (und Artefakte) erzählen Geschichte

Kennedy Space Center

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„Hardware“ vom Weltraumbahnhof

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Original Voltmeter aus dem KSC (Apollo Ära) mit max. Ausschlag von 2500 Volt.

Das John F. Kennedy Space Center (KSC) ist der Weltraumbahnhof der NASA in Florida. Von hier starteten von Dezember 1968 bis Juli 2011 alle bemannten Raumflüge der USA, beginnend mit den Apollo-Mondlandemissionen und von 1981 bis 2011 die Space Shuttles, die dort auch vereinzelt wieder landeten.

Direkt angrenzend liegt die Cape Canaveral Air Force Station der U.S. Air Force. Dort werden Satelliten für militärische, aber auch kommerzielle Zwecke gestartet. Hier begannen am 1. Februar 1958 mit dem Start des ersten US-Satelliten Explorer-1 die Raumfahrtaktivitäten der USA. Bis Oktober 1968 starteten von dort auch die bemannten Weltraummissionen der USA im Rahmen der Mercury-, Gemini- und Apollo-Programme.

In der KSC Industrial Area sind Verwaltungsgebäude der NASA sowie Zulieferfirmen untergebracht. Hier befindet sich auch die Space Station Processing Facility für die Internationale Raumstation, sowie das Operations & Checkout Building, in dessen oberem Stockwerk die Astronauten wohnen, wenn sie sich zu Tests oder vor dem Start in Florida aufhalten.

KSC Panel

Startkomplex 39

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Padleader am KSC von 1967 bis 1975: Guenter Wendt (1924-2010)

Der Startkomplex 39 wurde für die Apollo-Flüge zum Mond gebaut. In der Nähe befindet sich das Kontrollzentrum und auch das Vehicle Assembly Building (VAB), in dem schon die Saturn V Stufen und die Shuttles (Außentank und Feststoffraketen) montiert wurden. Vom VAB aus führen zwei Schotterspuren für die Crawler -Transporter etwa sechs km in Richtung der Startplätze A (Süd) und B (Nord) an der Atlantikküste.

Das KSC besitzt zwei Crawler Transporter, mit denen die unbetankten und startfertigen Shuttles zu den Startplätzen gefahren wurden. Auch die Saturn-V-Raketen des Apollo-Programmes wurden bereits mit diesen Fahrzeugen transportiert.

Startrampen LC-39A und LC-39B

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Original Schalterelement (Apollo Ära) von einem Lautsprecher an der Startplattform (Gantry Arm).

Die beiden Startrampen LC-39A und LC-39B befinden sich wenige Meter hinter dem Atlantikstrand, ca. 2,7 Kilometer voneinander entfernt. Für die Shuttle Flüge wurde der ursprüngliche Gerüsttrum gekürzt, da diese nicht annähernd die Höhe der Saturn-Mondrakete mit ihren 110 Metern erreichten.

LC-39B stand in der Endphase des Shuttle-Programmes für dieses nicht mehr zur Verfügung, weil es zunächst für Starts mit der Ares-I-Rakete umgebaut wurde. Die verbleibenden Shuttle-Flüge wurden nur noch von LC-39A durchgeführt. Mittlerweile wird LC-39A vom privaten Betreiber SpaceX für Starts genutzt. Die LC-39B wird für Starts des Space Launch System (SLS) umgebaut.

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Kurt Debus (29.11.1908-10.10.1983), Direktor KSC (Juli 1962 bis November 1974)

Raumkapsel „Orion“ und „Space Launch System“ (SLS)

Der Jungfernflug des SLS ist für Frühjahr 2018 geplant. An der Spitze der Rakete befindet sich dann auch die Raumkapsel „Orion“, die bereits am 5. Dezember 2014 einen ersten Testflug erfolgreich absolvierte. Mit der „Orion“ und dem „SLS“ könnte auch der Flug zum Mars Realität werden. “ Das Servicemodul der Orion Kapsel, mit der Antriebstechnik basierend auf den Raumfrachter ATV, liefert übrigens die ESA.