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Wim Wenders: Der Film-Erzähler

Der Regisseur Wim Wenders (geb. 1945 in Düsseldorf) erreichte bereits beim Neuen Deutschen Film der 1970er Jahre Bekanntheit. Im Laufe seiner Karriere produzierte der Drehbuchautor, Regisseur, Produzent, Photograph und Buchautor zahlreiche preisgekrönte Spiel- und Dokumentarfilme. Mit seinen Spielfilmen wie „PARIS, TEXAS“ (1984) oder „DER HIMMEL ÜBER BERLIN“ (1987) erreichte er internationale Beachtung.

Wenders Laufbahn als Filmemacher begann im Herbst 1967, als er sich an der neu gegründeten Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München einschrieb. Mit fünfzehn anderen Regisseuren und Autoren gründete Wenders 1971 den Filmverlag der Autoren. Die Kooperation junger deutschen Autorenfilmer ermöglichte die Produktion und Vermarktung ihrer Filme in Eigenregie.

„DIE ANGST DES TORMANNS BEIM ELFMETER“ (1971) war Wenders erster abendfüllender Spielfilm. Es folgte 1974 die Roadmovie-Trilogie „ALICE IN DEN STÄDTEN“. Den internationalen Durchbruch erlangte der deutsche Regisseur mit „DER AMERIKANISCHE FREUND“ (1977).

Wim Wenders wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter u.a. der Goldene Löwe für „DER STAND DER DINGE“ (1982) und die Goldene Palme für „PARIS, TEXAS“ (1984). Den Regie-Preis erhielt er für „DER HIMMEL ÜBER BERLIN“ (1987) und „IN WEITER FERNE, SO NAH!“ (1993) sowie den Silbernen Bären der Internationalen Filmfestspiele Berlin für „THE MILLION DOLLAR HOTEL“ (2000). Seine Dokumentarfilme „BUENA VISTA SOCIAL CLUB“ (1999), „PINA“ (2011) und „DAS SALZ DER ERDE“ (2014) wurden jeweils für einen Oscar nominiert. 2018 kam der Dokumentarfilm „PAPST FRANZISKUS - EIN MANN SEINES WORTES“ in die deutschen Kinos.

Gleich zwei seiner jüngsten Filme hatten 2023 beim Festival in Cannes Welturaufführung: Der Dokumentarfilm „ANSELM“ und der japanische Spielfilm „PERFECT DAYS“. Letztgenannter Film war 2024 für einen Oscar in der Kategorie „International Feature Film“ nominiert.

Im Herbst 2012 gründete Wim Wenders gemeinsam mit seiner Frau Donata die Wim Wenders Stiftung in Düsseldorf. Diese pflegt die Lebensleistungen Wim Wenders und macht seine Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich.

So beispielsweise im Frankfurter Filmmuseum. Die Ausstellung „W.I.M. Im Lauf der Zeit.“ (11. März bis 18. Oktober 2026) zeigt neben zahlreichen Exponaten zwei Lieblingsobjekt von Wenders. Das eine Exponat ist der Motivsucher des japanische Regisseur Yasujirô Ozu (Abb. rechts), den Wenders besonders verehrt. Das zweite Exponat ist ein Telegramm des französischen Filmregisseurs und Filmkritiker Francois Truffaut (Abb. rechts), der ihm, dem Jungfilmer, ein Kompliment ausspricht.

Quelle: Pressetext wim-wenders.com